Chronische Verstopfung
Schätzungsweise 15-20% der Menschen hierzulande und bis zu 80% der Senioren in Pflegeeinrichtungen sind von einer chronischen Verstopfung betroffen.
Die chronische Verstopfung (Obstipation) beschreibt den Zustand einer dauerhaft verzögerten, erschwerten oder unvollständigen Entleerung des Darms, bei der der Stuhl meist trocken und hart ist. Diese Trägheit richtet im gesamten Verdauungstrakt großen Schaden an und kann für eine Vielzahl von Beschwerden verantwortlich sein. Reizdarm und chronische Erkrankungen wie Divertikulose, Hämorrhoidalleiden oder Beckenbodenschwäche können gleichzeitig vorkommen und eine Verstopfung begünstigen.
Symptome
Typische Symptome sind harter Stuhlgang, Blähbauch, Flatulenzen, Völlegefühl und krampfartige Bauchschmerzen. Daneben können unspezifische Symptome wie Unwohlsein, Müdigkeit und Kopfschmerzen auf eine chronische Obstipation hinweisen.
Ursachen
Im Fokus stehen Ernährungs- und Umwelteinflüsse, mangelnde Bewegung, Entgiftungsstörungen, hormonelle Dysbalancen, chronischer Stress, ein träger Stoffwechsel, und anatomische Veränderungen durch Operationen im Bauchraum.
Diagnose
Eine chronische Verstopfung wird über eine ausführliche Anamnese diagnostiziert. Sind die Entleerungen seltener als dreimal pro Woche, ist eine Transportstörung wahrscheinlich. Sonographie, Koloskopie oder ein Stuhltest können hinzugezogen werden.
Therapie
Zur Therapie muss die Eigenbewegung und Sekretion im Darm wieder angekurbelt werden. Dies kann mit Abführmitteln oder aber über angepasste Diäten, quellende Ballaststoffe, Prokinetika und darmbefeuchtende Maßnahmen erreicht werden.
Mein Angebot bei bei chronischer Verstopfung
Da die Beschwerden oft als reines Lebensstilproblem abgetan werden und die Symptome sehr alltäglich sein können, findet die tiefe Ursachenforschung oft wenig Beachtung oder wird gar nicht erst gestellt. Die Therapie einer echten chronischen Verstopfung unterscheidet sich aber wesentlich von der einer akuten Trägheit. Betroffene experimentieren mit unzähligen Hausmitteln und erfolgsversprechenden Drogerieprodukten, ohne ein Konzept und meist auch ohne dabei langfristige Erleichterung zu erfahren
Begleitung & Beratung
Mein Angebot ist es, Dich in allen Aspekten deiner Beschwerden zu sehen und dich in Bezug auf Diagnostik und therapeutischen Maßnahmen umfassend zu beraten und über einen längeren Zeitraum zu begleiten. Das oberste Ziel ist es, die zugrundeliegenden Auslöser und Faktoren zu benennen und anzugehen, wodurch die Transportstörung und die Erschlaffung im Dickdarm entstanden ist.
Als Basis steht eine ausführliche Anamnese unter Einbezug der vorangegangenen Therapien und den vorliegenden Befunden. Sollten neben einer Stuhluntersuchung weitere Analysen von Blut, Urin, Speichel oder Hormonen nötig sein, werden wir dies genau benennen und die nötigen Schritte in die Wege leiten. Die Therapien werden den Ergebnissen und deinen individuellen Voraussetzungen entsprechend geplant und durchgeführt.
Behandlung
Darmreinigung und Ballaststoffregulation
Durch einen individuell abgestimmten Ernährungs- und Trinkplan über mehreren Wochen soll die Verstopfung im Dickdarm gelöst und den fäulnisbildenden Keimen der Nährboden entzogen werden. Eine Kombination aus quellenden, darmbefeuchtenden und peristaltikanregenden pflanzlichen Mitteln werden sorgfältig ausgewählt und phasenweise eingesetzt
Darmaufbau
In einer weiteren Phase soll die Zufuhr von Reizstoffen nach und nach gelockert und gleichzeitig die Darmschleimhaut gestärkt und die natürliche Darmmotilität dauerhaft unterstützt werden. Dafür kommen sanfte Bitterstoffe, schleimhautheilende Mittel und einzelne gezielt ausgewählte Dickdarmbakterien zum Einsatz. Um eine normale, eigenständige Beweglichkeit im Darm wieder herzustellen, werden zusätzlich unterstützende pflanzliche Mittel und manuelle Therapien eingesetzt
Ernährung und Nahrungsergänzung
Durch die langen Verweilzeiten des Stuhls und eine meist gleichzeitig gestörte Aufnahme der Schleimhaut, besteht oft ein spezifisches Nährstoffdefizit (wie Magnesiummangel), das zügig ausgeglichen werden sollte. Eine Mikronährstoffanalyse kann nötig sein, um die Mängel ganz gezielt angehen zu können. Hierfür werde ich Dich wegweisend unterstützen und entsprechend der Ergebnisse herstellerunabhängig beraten.
Noch wichtiger als bei anderen Darmerkrankungen ist hier das strikte Einhalten des Flüssigkeits- und Ballaststoffplans. Nur so kann eine chronische Trägheit beseitigt und ein Gewöhnungseffekt vermieden werden. Längerfristig soll zu einer individuellen und intuitiven Ernährungsform gefunden werden, die den Darm aktiv und leistungsfähig im Gleichgewicht hält.
Begleitende Behandlungen
Um den Prozess der Heilung sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene zu unterstützen, können folgende Therapien sehr hilfreich sein.
Infusions- und Injektionstherapie
Durch Zuführen von Nährstoffen, Spurenelementen und Vitaminen oder Enzymen über eine Infusion oder Injektionen können Defizite schneller ausgeglichen und auch Entgiftungssymptome vermieden oder abgeschwächt werden.
Craniosakrale Therapie
Die Cranisosacralen Therapie fokussiert sich auf die Wiederherstellung der vegetativen Flexibilität, das bedeutet, dass verbessert auf Stressauslöser reagiert werden kann, ohne dass sich der Mensch bewusst darum kümmern müsste.
Ohrakkupunktur
Mit den dünnen Nadeln werden Reaktions- bzw. Reflexpunkte gezielt gereizt und angeregt Blockaden des Verdauungstrakts zu lösen. Damit kann sich sie Verdauungsleistung verbessern und die Beschwerden reduziert werden.
Fußreflexzonenmassage
Mit gezielter Massage werden über Nerven- und Energiebahnen entfernte Körperareale erreicht. So kann etwa die Durchblutung im jeweiligen Bereich gesteigert und zum Beispiel die DarmPeristaltik oder die Verdauung angeregt werden.
Adresse
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